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Kommunaler Werkzeugkasten für bezahlbaren Wohnraum

Um demographiefeste, klimagerechte Bestandsquartiere mit angemessenem, bezahlbarem Wohnraum für alle Haushaltsformen, sowie Pflege- und Versorgungsleistungen für die alternde Gesellschaft zu schaffen, ist die Aktivierung im Bestand zentral. Ziel ist es, Werkzeuge zu formulieren, um Wohnraumpotenziale im Bestand aufzuzeigen und zu aktivieren.

Aufgrund fehlender gesetzlicher Regelwerke und niederschwelliger Beratungsangebote zu Konzeptvergaben – einem bedeutenden kommunalen Werkzeug bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums – ist das Ziel, bewährte Prozessstrukturen und Werkzeuge für eine Konzeptvergabe verständlich zu beschreiben und gerade auch kleinere oder in der Konzeptvorgabe bisher nicht geübte Kommunen zu sensibilisieren.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum kann die Attraktivität von Wirtschaftsstandorten und folglich die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen gefährden. Wie Werkswohnungen als Werkzeug für Kommunen und Unternehmen frühzeitig in der Planung berücksichtigt werden können, wird in einer Unterarbeitsgruppe thematisiert.

Neubau ist so teuer, dass schlichtweg derzeit kaum neuer Wohnraum entsteht. Anhand von in Vergleichsprojekten identifizierten kostentreibenden Faktoren wird untersucht, welche baulichen Maßnahmen unverhältnismäßig zu ihrem Nutzen einzuordnen sind und die Baukosten in die Höhe treiben.

Mitwirkende der Arbeitsgruppe „Kommunaler Werkzeugkasten für bezahlbaren Wohnraum“

Cord Soehlke ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe, vertreten wird er durch Dr. Iris Beuerle.

Diese Institutionen unterstützen die Arbeitsgruppe „Kommunaler Werkzeugkasten“

Mitglieder der Arbeitsgruppe „Kommunaler Werkzeugkasten für bezahlbaren Wohnraum“

240318_Mitglieder-AG-1.1.pdf (19.7 kB)

Unterarbeitsgruppen

In den Unterarbeitsgruppen vertiefen die Mitglieder Themen, die zuvor in der Arbeitsgruppe „Kommunaler Werkzeugkasten“ definiert wurden. Die Unterarbeitsgruppen organisieren sich selbstständig und berichten regelmäßig den Zwischenstand in die große Gruppe. Der „Kommunale Werkzeugkasten“ umfasst vier weitere Unterarbeitsgruppen:

  • UAG Aktivierung im Bestand
  • UAG Konzeptvergaben
  • UAG Werkswohnungsbau
  • UAG Kostentreiber

Ausblick – das sind die nächsten Schritte

  • Gesamtheitliche Strategieentwicklung zur kommunalen Anwendung erprobter und wirksamer bodenpolitischer Werkzeuge (z. B. kommunales Vorkaufsrecht, Konzeptvergabe, Erbbaurecht)
  • Entwicklung einer „Wohnraum-Strategien“/eines Wohnraummanagement für suffiziente, bedarfs- und generationsgerechte Quartiere (auch in Kommunen) und politischer „Überzeugungsstrategie“ zur flächendeckenden Notwendigkeit in Baden-Württemberg
  • Entwicklung eines Konzepts für eine breitenwirksame öffentliche Aufklärung/Beratung und flächendeckende Zurverfügungstellung des Werkzeugkastens
  • Stärkung des Werkswohnungsbaus: Entwicklung und Formulierung konkreter Maßnahmen
  • Bildung von Allianzen zwischen Unternehmen, Kommunen und Akteuren der Bauwirtschaft, Unterstützung der Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Wohnkonzepte
  • Weitere Analyse des Zusammenwirkens von Einzelwerkzeugen und Maßnahmen
  • Weitere Erarbeitung von Lösungsansätzen des Zielkonflikts zwischen Stopp des Flächenverbrauchs und schneller Bereitstellung von Wohnraum
  • Diskussion von Fallbeispielen und konkreten Maßnahmen für private Wohnungsbauentwicklerinnen und -entwickler und ihre Rolle im Wohnungsmarkt
  • Erstellung von Tools für bezahlbare Eigentums- und Mietwohnungen angesichts der Erkenntnisse aus den identifizierten Kostentreibern im Neubau
  • Transformation Förderkulisse: Formulierung von Empfehlungen zur Anpassung unter Berücksichtigung der (wohn)-bauwirtschaftlichen und klimatischen Herausforderungen

 

Kontakt

Daniela Keck

Referentin für Wohnraum