Zum Inhalt springen

Forschung für die Bauwende

Neues Bundesforschungszentrum soll Bauwende beschleunigen

Mit der Gründung des Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ) setzen Bund und Länder einen zentralen Impuls für die Transformation des Bauwesens. Ziel des neuen Forschungsverbundes ist es, den Ressourcenverbrauch im Bausektor deutlich zu senken, CO₂-arme Baustoffe und Bauverfahren zu entwickeln sowie den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Baupraxis systematisch zu verbessern. Dieser Ansatz ist in diesem Format einmalig im Bauwesen. Neben Sachsen und Thüringen gehört Baden-Württemberg zu den drei Gründungsländern und bringt so seine umfassende Forschungs- und Innovationskompetenz von Anbeginn in den Aufbau des BFZ ein.

Der Bausektor zählt zu den ressourcen- und emissionsintensivsten Wirtschaftsbereichen. Vor dem Hintergrund ambitionierter Klima- und Nachhaltigkeitsziele bedarf es neuer Lösungen für Neubau, Sanierung und Bestandserhalt. Das BFZ soll hierbei als bundesweit zentraler Knotenpunkt fungieren, der bestehende Forschungskapazitäten bündelt, Forschungslücken schließt und innovative Ansätze schneller in die Anwendung bringt. Organisatorisch ist das BFZ als dezentraler Verbund konzipiert, der an bestehenden wissenschaftlichen Einrichtungen in den Gründungsländern anknüpft.

Starke Forschungslandschaft und Transfer in die Baupraxis

Baden-Württemberg nimmt innerhalb dieses Verbundes eine besondere Rolle ein. Das Land verfügt über eine bundesweit einzigartige Konzentration an bauforschungsrelevanten Einrichtungen, darunter Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie wirtschaftsnahe Forschungsinstitute. Rund 40 einschlägige Forschungseinrichtungen, darunter insbesondere die Universität Stuttgart mit dem Exzellenzcluster „Integratives Planen und Bauen“ (IntCDC), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie acht Institute der Fraunhofer-Allianz Bau, bilden das Rückgrat dieser Forschungslandschaft. Sie decken zentrale Zukunftsfelder des Bauens ab – von digitalen Planungs- und Fertigungsmethoden über zirkuläre Bauweisen hin zum Einsatz biogener Baustoffe wie Holz.

Die Gründungsmitgliedschaft im BFZ schafft einen klaren Mehrwert für Forschung, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg. Das Engagement soll den Forschungs- und Innovationsstandort stärken, die Sicherung und Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze unterstützen und die Weiterentwicklung Baden-Württembergs in Richtung Klimaneutralität im Bauwesen beschleunigen

NextBauBW – Die Landeszentrale Baden-Württembergs

Dreh- und Angelpunkt  des baden-württembergischen Beitrags ist die „NextBauBW“, die als Landeszentrale und Standortvertretung im BFZ agieren wird. Die NextBauBW soll als Schnittstelle zwischen Forschung, Bauwirtschaft, Kommunen und Verwaltung fungieren und gezielt dazu beitragen Transferhemmnisse abzubauen. Im Fokus stehen dabei digitale Technologien, Automatisierungslösungen für effiziente Sanierungen sowie kreislaufgerechte Bauweisen.

Die NextBau BW soll dabei keine neue Forschungseinrichtung sein, sondern bestehende Aktivitäten vernetzen, sichtbar machen und in ihrer Wirkung verstärken. Ziel ist es, Baden-Württemberg innerhalb des BFZ als zentrale Innovations- und Transferdrehscheibe zu positionieren und zugleich Impulse für den gesamten Forschungsverbund zu liefern.

Baden-Württembergische Partner des BFZ

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Architektenkammer Baden-Württemberg
Drees & Sommer SE
Exzellenzcluster IntCDC (Universität Stuttgart)
Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau
Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Groundbreakers
Heinrich Feeß GmbH & Co. KG
Hochschule Biberach
Hochschule für Technik Stuttgart
Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung
Institut für Nachhaltige Technische Systeme – INATECH
Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und Innovatives Bauen“
Universität Stuttgart
Wolff und Müller Holding GmbH & Co. KG