Der Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ (SDB) hat den Weg für Baden-Württembergs Beteiligung am Deutschen Forschungszentrum für zukunftsfähiges Bauen geebnet. Nun starten erste Forschungsprojekte, die neue Lösungen für klimafreundliches und bezahlbares Bauen in die Praxis bringen sollen.
Baden-Württemberg beteiligt sich an einem neuen bundesweiten Forschungsverbund, der klimafreundliches und bezahlbares Bauen voranbringen soll. Mit der Übergabe der Förderurkunden durch Bundesbauministerin Verena Hubertz am 25. September im Bundesrat haben die ersten Forschungsprojekte des Deutschen Forschungszentrums für zukunftsfähiges Bauen (DFZ-Bau) begonnen. In Stuttgart und Karlsruhe entstehen dafür Experimentalplattformen, auf denen Wissenschaft, Unternehmen und öffentliche Partner:innen neue Sanierungsverfahren und Technologien unter realen Bedingungen erproben.
Neben Sachsen und Thüringen gehört Baden-Württemberg zu den Gründungsmitgliedern des Forschungszentrums, dessen institutionelle Gründung noch für 2026 vorgesehen ist. Bereits am 1. September hat die baden-württembergische Landeszentrale NextBauBW an der Universität Stuttgart ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll künftig Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Kommunen und Verwaltung stärker miteinander vernetzen und dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in der Baupraxis ankommen.
Forschung soll schneller auf die Baustelle kommen
„Baden-Württemberg verfügt mit einer exzellenten Bauforschungslandschaft und einer außergewöhnlich leistungsstarken Bauwirtschaft mit hoch spezialisierten Industrieclustern, innovativen Unternehmen und einer bundesweit einzigartigen Start-up-Szene über ein herausragendes Ökosystem im Bauwesen. Diese geballte Stärke aus Wissenschaft und Wirtschaft bringen wir in den neuen dezentralen Forschungsverbund des DFZ-Bau ein“, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir zum Start.
Auch Bundesbauministerin Verena Hubertz betonte beim Projektstart, dass neue Verfahren und Technologien nicht nur wissenschaftlich entwickelt, sondern auch in der Praxis erprobt werden müssten. Die ersten Forschungsprojekte beginnen deshalb bereits vor der formalen Gründung des Zentrums.
Strategiedialog bereitet Beteiligung vor
Die Beteiligung Baden-Württembergs am DFZ-Bau geht maßgeblich auf den Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ (SDB) zurück. In diesem Rahmen wurden die konzeptionellen Grundlagen für die Beteiligung des Landes erarbeitet und die inhaltlichen Schwerpunkte festgelegt, mit denen Baden-Württemberg seine Erfahrungen und Kompetenzen in den Forschungsverbund einbringen will.
Mit den ersten Forschungsprojekten beginnt nun der Aufbau des DFZ-Bau. Die eigentlichen Forschungscluster sollen nach der geplanten institutionellen Gründung im ersten Halbjahr 2027 ihre Arbeit aufnehmen.